Archives


  • MBT027 Skyrmionen – mit Felix Büttner

    Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Unsere Weihnachtsfolge wird Euch präsentiert von Jeanette im verschneiten Helsinki und Christoph im weihnachtlichen Göttingen mit einem Interview mit Felix Büttner vom MIT von Oktober, der an sogenannten Skyrmionen forscht. Was es damit auf sich hat und inwiefern diese der Datenspeicher der Zukunft sein könnten, erfahrt ihr im Interview. Viel Vergnügen beim Hören! Einige Punkte aus dem Interview: Felix hat in Göttingen studiert und in Berlin und Mainz promoviert, nach einem Zwischenstopp bei Daimler ist er nach Boston gegangen und forscht weiter an magetischen Quasiteilchen, Skyrmionen. Skyrionen sind Wirbel im Magnetfeld, die sich zweidimensional bewegen können. Felix studiert diese Teilchen sowohl theoretisch, als auch experimentell. Experimentell "filmt" er die Teilchen und untersucht unter angelegter Kraft die Bewegung der Skyrmionen. Theoretisch untersucht er, welche Materialien diese aufweisen können. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Skyrmionen, bei denen eines durch klassische Felder und das andere durch Quantenfelder stabilisiert wird. Da oft das Wort topologisch fällt, ist hier noch einmal der Link zum Wikipediaartikel über Topologie. Der englische Artikel hat sehr anschauliche Graphiken, hier entlang. Es gibt langfristig die Hoffnung, Skyrmionen könnte man als Speicher im Computer benutzen, um die Limitierungen der aktuellen Speichermöglichkeiten zu umgehen. Die Besonderheit wäre, die Skyrmionen und damit die Informationen auf der Festplatte bewegen zu können und so das Lesen und Schreiben deutlich zu beschleunigen. Frühere Techniken gab es schon in Form eines Bubble Memory (Magnetblasenspeicher), diese ließen sich allerdings nicht genügend miniaturisieren und so wurden die Bubblespeicher von den Festplatten abgelöst. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Bubbles und sogenannte Quantenskyrmionen ein ähnlicher Mechanismus zugrunde liegt. Anders als die Bubbles lassen sich die Systeme mit Quantenskyrmionen aber sehr gut verkleinern, da sie durch andere Effekte stabilisiert werden, und sind deshalb wieder ein aussichtsreicher Kandidat. Sicher ist allerdings noch nichts, dass es irgendwann Skyrmionspeicher geben wird, da sich die Forschung hierzu noch in einem frühen Stadium befindet. Außerdem hat Felix uns noch von seiner Zeit bei Daimler erzählt, wie sich Grundsätzlich die Arbeit in der Wissenschaft und der Wirtschaft unterscheidet. Für ein Unternehmen spielt bei der Entwicklung immer eine wichtige Rolle, dass Innovationen nicht zulasten der Zuverlässigkeit gehen, sodass diese oft etwas konservativer ausfallen. Ein weiterer Unterschied ist zum Beispiel, dass Unternehmen sich naturgemäß möglichst nicht zu abhängig von einzelnen Mitarbeiter*innen machen, während in der Wissenschaft die eigene Forschung oft ruht, wenn man nicht zur Arbeit kommt. Auf die Frage, was einen als Physiker für die Arbeit in der Industrie qualifiziere, sagte er uns: "Was man als Physiker [...] hat, ist, dass man Generalist ist, dass man sehr breite Probleme angehen kann, [...] es geht mehr darum, dass man lernt, harte Probleme zu lösen." Am Ende berichtete er uns auch noch von seiner Erfahrung am MIT. Unterschiede waren unter anderem, dass Geld für equipment eher sparsam ausgegeben wird, sondern viel mit unter den Arbeitsgruppen geteilt wird gegen Mietgebühr. Anders herum steht laut Felix mehr Geld für Wissenschaftsstellen zur Verfügung. Wenn ihr Kommentare oder Anregungen zur Sendung habt, schreibt uns gerne eine Mail info@mandelbrot-talks.de: Wir wünschen Euch eine gute Zeit und einen energetischen Start in 2019, Eure Jeanette und Christoph.

  • MBT026_BepiColombo und Jupiter Icy Moons – mit Patrick Bambach

    Hier kommt nun Folge 26 unseres Podcasts. Diese Woche hört ihr ein Interview mit Patrick Bambach. Er ist Ingenieur am Max Planck Institut für Sonnensystemforschung und war und ist dabei an mehreren Raumfahrtmissionen beteiligt, speziell der Technik der Spektroskope an Bord. Im Interview erzählt er uns von den Missionen BepiColombo und Jupiter Icy Moons (JUICE), warum diese spannend sind und was man dort herausfinden möchte. Zudem sprechen wir mit ihm auch über die Zukunft der europäischen Raumfahrt und deren Raketenprogrammen in Zeiten von privaten Anbietern wie SpaceX. Viel Spaß und einen schönen Advent!

  • MBT025_3DScanning with Martin Skrodzki

    Mandelbrot Talks loading... 25% ... Willkommen zu Folge 25 "3D-Scannen - mit Martin Skrodzki" Heute sprechen wir mit Martin, der Doktorand an der Freien Universität Berlin ist. In seiner Arbeitsgruppe wird an der Optimierung von 3D Scans gearbeitet. Doch zunächst einmal sprechen wir über die vergagene Woche. Christoph war bei einer Unternehmensführung bei Coherent, die von der jDPG organisiert wurde. Das Unternehmen stellt in Göttingen Excimer-Laser her, die zur Produktion von Smartphonedisplays benötigt werden. Im Interview sprechen wir mit Martin über die Optimierung von 3D-Scanprozessen. Die Areibtsgruppe entwikelt verschiedene Algorithmen, um schneller Datenverarbeitung bei 3D-Scans zu ermöglichen. Ein Thema sind die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Ebenen Definition. Aus einer Liste aus Datenpunkten ist es schwierig einen Prozess zu etablieren, um Flächen zu finden, besonders wenn die Oberfläche komplex ist. In seiner Promotion hat Martin sich mit einer Möglichkeit beschäfigt, den Prozess der Suche der nächsten Nachbarn zu beschleunigen. Da sich die Adventszeit nähert, habt ihr die Möglichkeit bei Matheadventskalender mitzumachen und jeden Tag im Advent eine kleine mathematische Aufgabe zu lösen. Geeignet für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen. Hinterlasst gerne Kommentare auf unserer Webseite und folgt uns auf Twitter, Facebook und Instgram. Viel Spaß beim hören! Eure Christoph und Jeanette

  • MBT024_67P bekommt Besuch – mit Carsten Guettler

    Folge 24 der Mandelbrot Talks - heute mit Carsten Güttler. Wer hat den Namen erkannt? 67P ist die Kurzbezeichnung für den Kometen Churyumov-Gerasimenko aus der Jupiter-Familie. Zunächst einmal aber stellen wir unseren Interviewpartner Carsten Güttler vor, der in Braucnschweig Physik studiert hat und nach seiner Promotion zum Thema Planetenentstehung nach Japan ging und nun am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen forscht. Bei der Rosetta Mission hat er an der OSIRIS Kamera mit gearbeitet, welche zusammen mit 10 anderen Instrumenten und dem Lander Philae 2004 in Richtung "Chuy", wie Churyumov-Gerasimenko liebevoll genannt wird, aufgebrochen ist. Wir sprechen über Probleme mit der technik, z-B- wurch circa 20% der Bilder, die Rosetta aufgenommen hat, mit einem kaputten Shutter gemacht. Wie man solche Probleme Milionen von Kilometer entfernt löst, erklärt uns Carstem im Interview. Außerdem sprechen wir über die Bedeutung von Objekten im Kuipergürtel für die Erforschung der Anfänge unseres Planeten und wie überhaupt Wasser hierher kam. Zum Schluss sprechen wir über kommende Projekte, unter anderem über ein Projekt zur "Planetary Protection", also wie die Menschheit Asteroiden, die auf Kollisionskurs mit der Ersde sind, abwehren kann. Viel Spaß beim Hören!

  • MBT023_Nano chemistry with Zunhao Wang

    Heute: Mandelbrot Talks' Folge 23 mit einem einem Interview zu Nanochemie. In Göttingen hat das Semester wieder angefangen, während in Helsinki schon die erste Unterrichtsphase vorbei ist. Mitten in den Vorbereitungen, in Jeanettes Fall, zu Ausflügen in der freien Woche und, in Christophs Fall, Vorlesungen und Übungen, sind wir durch Vermittlung des juFORUM  zu einem spannenden Interview mit Zunhao gekommen. Er studiert im Master an der Leibniz-Universität in Hannover im Studiengang Material- und Nanochemie. Mit ihm sprechen wir über seine Masterarbeit, die sich mit der Herstellung und Charakterisierung von Nanopartikeln und mit der Floureszenzverstärkung beschäftigt.  Dafür stellt er Metallnanopartikel (Platin oder Silber) und Halbleiternanopartikel (Calciumselenid) her, deren Dicke ca. ein Tausendstel derer eines Haares entspricht. Cadmiumselenid ist ein Halbleiter, also ein Kristall, in den periodisch Fehlstellen platziert werden, deren physikalische Eigenschaften viele technische Anwendungen nutzen. Nachdem die Partikel zufriedenstellend hergestellt sind, werden diese "vermischt". In der bisher verwendeten Technik werden die Metall- und die Halbleiterpartikel durch eine Silicaschicht getrennt. Zunhao will im Laufe seiner Arbeit diese Technik so abändern, dass die Partikel in Lösung vorliegen, also die einzelnen Partikel von einer Silicaschicht umgeben sind, an die sich die Halbleitepartikel anheften. Wenn dann die Proben fertiggestellt sind, werden die Halbleiterparikel durch eine UV-Lampe zum Leuchten angeregt (Fluoreszenz), dabei findet auch eine plasmonische Anregung der Metallpartikel statt, wodurch dann auch die Anregung der Halbleiterpartikel verstärkt wird. Zuletzt noch etwas in eigener Sache: Unsere Seite gibt es jetzt auch auf Englisch, ihr könnt uns jetzt also weltweit bewerben bei Euren Wissenschaftskontakten, Freunden und allen, die ihr kennt! Wir suchen für unsere Liveshow am 26.01.2019 noch interessierte Biophysikerinnen und -physiker, die mit uns 60 min über ihr Forschungsgebiet reden möchten. Viel Spaß beim Hören und bis in zwei Wochen, Eure Jeanette und Christoph

  • MBT022_Intelligente Stromnetze

    Herzlich Willkommen zu Folge 22 von Mandelbrot Talks. Heute spricht Christoph in einem Interview mit Dr. Benjamin Schäfer vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) über die Simulation von selbstorganisierten Stromnetzen. Aber zunächst geht es wie immer um unsere Erlebnisse der letzten Wochen. Da Christoph zu Besuch in Helsinki ist, gibt es heute mal eine live Aufnahme. Zunächst sprechen wir über die Entwicklung des Stromnetzes in Europa und was wir für die Entwicklung von Stromnetzen für die wachsende Bevölkerung in Afrika lernen können. Außerdem diskutieren wir über Differentialgleichungen und ihre Lösungen. Im weiteren sprechen wir auch über den Unterschied zwischen konventionellen und erneuerbaren Kraftwerken und ihre Auswirkungen auf die Frequenzschwankungen im europäischen Stromnetz. Banjamin und seine Kollegen simulieren das Stromnetz weitensgehend unbeeinflusst und beobachten dann die Selbstorganisation des Systems. Dies ist auch für das wirliche Stromnetz eine gute Näherung, da menschliche Regulierendmaßnahmen fr Zwischenfälle im Stromnetz meistens erst dann greifen, wenn das Netz schon selbst reguliert hat. Grund dafür ist schlicht die langsame reaktionszeit des Menschen. Zu den Ergebnissen, die die Gruppe schon erzielt hat gehören folgende Punkte: Das Braess-Paradoxon hat auch einen Einfluss auf Stromnetze. Wikipediaartikel zum Braess-Paradoxon Geometrische Frustration ist ein wichtiger Punkt in Stromnetzen, damit die Phase an Knoten in unterschiedlichen Kreisen in der Summe Null ergibt. Somit ist zu bedenken, ob man neue Kreise immer einfach dazu bauen kann. Geometrische Frustration Selbstorganisierende Haushaltsgeräte und Autos werden immer wichtiger werde. In einem Stromnetz der Zukunft, das deutlich dezentraler gestaltet sein wird, als unser heutiges sollten sich haushaltsgräte an der Netzschwankung orientieren, um zu bemerken, wann viel Strom im Netz ist. Somit könnte sich die Waschmaschiene genau dann anschalten, wenn viel Strom verfügbar ist. Des Weiteren sprechen Banjamin und Christoph über das europäische Stromnetz, in dem man gar keine Ländergrenzen erkennen kann und in Spanien Kraftwerksbetreiber es bemerken, wenn in Polen ein Kraftwerk ausfällt. Dann sprechen wir noch über die Anwendung der Simultionen und exerimentelle Verwirklichungen am niedersächischen Energieforschungszentrum. Auslandsaufenthalte besprechen wir schließlich auch noch und enden mit einigen Veranstaltungshinweisen. Viel Spaß beim Hören und bis zum nächsten Mal! Eure, Jeanette und Christoph Mails an: info@mandelbrot-talks.de

  • MBT021-biological Clocks

    Jeanette ist frisch für Euch aus Lappland zurück gekommen, während Christoph ein spannendes Interview mit Vinodh Ilangovan aufgenommen hat. Er ist ein indischer Biologe, der am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie als Postdoc forscht. Im Interview sprechen Vinodh und Christoph über biologische Uhren, also den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus von Menschen. Diesen zu untersuchen die sehr schwierig, da man Menschen schlecht ihr Leben lang in eine dunkle Kammer unter regulierten Bedingungen stecken kann. Daher wählen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für diese Studien oft so genannte Modellorganismen, meist Mäuse oder Fruchtfliegen. Bei denen kann man Generationen von Tieren durch ihre kürzere Lebenszeit besser erfoschen und auch der genetische Code ist deutlich kürzer als bei Menschen. Im weiteren lernen wir viel über Genetik. Die DNA bei allen Lebewesen wird in regelmäßigen, nach Zelltyp und Lebensumständen variierenden Zyklen durch die RNA abgelesen und daraufhin Proteine, Enzyme und Botenstoffe im allgemeinen produziert. Es gibt ebenfalls Mechanismen, wenn Teile der DNA nicht abgelesen werden, indem diese gehemmt werden. Zum Beispiel werden über Tag keine Hormone produziert, die Müdigkeit bewirken, wenn man in der Nacht zuvor genug geschlafen hat. Oder wenn man schläft, wird nicht produziert, was Hunger verursacht. Diese Regelkreise kann man durch Veränderungen der DNA unterbrechen und beeinflussen. Solche genetischen Veränderungen werden dann an den Modellorganismen vorgenommen und deren Verhalten anschließend untersucht. Diese Forschung soll dann ermöglichen, die bioligische Uhr von Menschen besser zu verstehen und Tagesabläufe besser daran anzupassen, was auch einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge darstellt. Auch gibt es mitlerweile schon erste Versuche, mittels Medikamenten die innere Uhr zurückzusetzen und so die Auswirkungen eines Jet lag zu reduzieren. Außerdem sprechen wir über die Wichtigkeit von Wissenschaftskommunikation. Vinodh hat an einem sehr interessanten Wettbewerb "Dance your PhD" teilgenommen, worum es sich hierbei handelt, erfahrt ihr in diesem Video: Dance your PhD mit Vinodh Falls ihr sehen und lesen wollt, wie ein Studium in Helsinki so aussieht, dann guckt gerne mal auf Jeanettes Blog. Zuletzt reden wir auch über die ethischen Bedenken bei Tierversuchen. Mehr dazu im Podcast. Falls ihr Frage oder Anregungen habt, dann immer her damit, entweder direkt unter dieser Folge kommentieren oder eine Mail an info@mandelbrot-talks.de schreiben. Jetzt auf jeden Fall noch viel Spaß beim Hören! Eure Christoph und Jeanette

  • MBT020 European XFEL Teil 2 mit Andreas Galler

    Hier kommt die zweite Folge zu unserem Besuch am European XFEL mit einem weiter Interview. Dieses mal mit Andreas Galler, der in der Messinstrumente-Arbeitsgruppe in Hamburg arbeitet. Auch er gibt viele spannende Einblicke in die praktische Arbeit als Wissenschaftler am XFEL. Zuvor holen wir noch einmal etwas weiter aus und erzählen etwas mehr über das European XFEL an sich, dessen Hintergründe und auch ein paar Anekdoten von unserem Besuch. Viel Spaß damit, vielen Dank nochmals and Herrn Galler, Rosemary Wilson und Frank Poppe!

  • MBT019 European XFEL mit Jan Grünert

    Diese Woche waren wir für euch im European XFEL (X-Ray Free Elektron Laer) in Hamburg bei Dr. Jan Grünert. Hier werden Elektronen beschluenigt und durch deren Ablenkung im Magnetfeld Laserblitze im Röntgenbereich erzeugt. Durch die hohe Energie und die kleine Wellenlänge lassen sich damit kleine Strukturen wie Viren und Proteine untersuchen. Dr. Jan Grünert leitet eine Arbeitsgruppe am XFEL, die sich mit der Charakterisierung der Laserblitze beschafft. Dies ist essentiell, um diese für Experimente nutzen zu können. Wir hoffen, euch gefällt diese Folge, gebt uns gerne Feedback! Vielen Dank an dieser Stelle an die PR-Abteilung vom XFEL, insbesondere an Rosemary Wilson, und natürlich Herrn Dr. Grünert. Viel Spaß!

  • Unsere Tassen sind da!

    Schon seid einiger Zeit verteilen wir an alle unsere Interviewpartnerinnen und -partner eine unserer Tassen. Individuell gedruckt (und spülmaschinenfest) sind sie nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch ein cooles […]

Neueste Episode