Mandelbrot Talks beim European XFEL und DESY User Meeting 2019


Es ist Freitagabend am 25.01.2019. In der jetzt endenden Woche hat das gemeinsame jährliche User Meeting des European XFEL und DESY stattgefunden. Dort treffen sich mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um über ihre Projekte in Bezug auf die beiden Großforschungseinrichtungen zu berichten.

Und ich war mit dabei.

Warum jetzt grade ich, kann man sich mit Recht fragen. Christoph und ich waren Ende August 2018 in Hamburg am European XFEL und haben zwei Interviews mit Wissenschaftlern geführt und eine Führung durch die Anlage bekommen. Dabei durften wir sogar in einen noch unbenutzten Tunnel, in dem die Röntgenstrahlung später erzeugt, fokussiert und zu den Experimenten geleitet wird. Der Aufbau war sehr beeindruckend! Außerdem hat die Pressestelle uns sehr herzlich empfangen.

Vergangene Woche haben wir dann eine Mail bekommen, dass das User Meeting stattfindet und ob wir nicht Interesse hätten im Zuge dessen ein paar Interviews zu führen. Ich war zu der Zeit gerade erst wieder nach den Weihnachtsferien in Helsinki angekommen, Christoph hatte eine volle Woche vor sich. Also habe ich kurzerhand meinen Flug von Freitag auf Mittwoch umgebucht und bin Mittwochabend nach Berlin geflogen. Erstes Problem: mit der Deutschen Bahn kommt man nach 22 Uhr leider erst wieder um 5 Uhr morgens von Berlin nach Hamburg. Somit musste ich spontan in Berlin ein Hotelzimmer finden.

Donnerstag bin ich dann sehr früh nach Hamburg losgefahren und habe festgestellt, dass ich gerne öfter so früh morgens Bahn fahren möchte. Da reist man nur mit Pendlern, die haben alle ein online Ticket oder, und ich war sehr neidisch, eine BahnCard100. Pendler wissen einfach wie Zugfahren geht. In Hamburg bin ich dann mit S-Bahn und Bus zum DESY Gelände gelangt.

Wer noch nie dort war, der Komplex ist riesig, die Gebäudenummern zählen von eins hoch und gehen mindestens bis 99. Zum Glück war der Weg zu Gebäude 5 ausgeschildert. Allerdings muss ich ein letztes Schild übersehen haben, denn als ich Gebäude 5 betrat, merkte ich recht schnell, dass der dunkle Flur, in dem ich stehe, nicht richtig sein kann. Also bin ich wieder raus gegangen und habe auf der anderen Seite des Gebäudes gesucht und da gab es dann den richtigen Eingang und andere Menschen.

Natürlich hatte ich dem ganzen Planungsgedönse keinen Gedanken daran verschwendet, mich für diese Konferenz zu registrieren. Das ging mit Hilfe der netten Damen am Empfang aber sehr schnell und unkompliziert, ich musste lediglich meinen Namen und meine Uni auf ein Namensschild schreiben. Und habe eine Espressotasse und einen Jutebeutel bekommen, davon kann man ja nie zu viel haben.

Kaffee, Tee und Plätzchen gab es in rauen Mengen, aber jetzt wollte ich endlich etwas wissenschaftliches Hören. Also bin ich in den Hörsaal gegangen, wo in diesem Moment schon ein Vortrag läuft. In den kommenden Stunden höre ich mir, unterbrochen von Kaffeepausen, viele spannende Vorträge an. Am Nachmittag habe ich dann mein erstes Interview mit Dr. Dominik Oberthür. Das Interview könnt ihr dann bald in unserem Feed hören.

Danach besuchte ich noch weiter einige Talks und fahre dann zu meinen Eltern nach Hause, um dort zu übernachten. Zwischendurch habe ich noch in Kiel gemacht und ein Interview mit Freia Krause geführt, die ich noch aus Schulzeiten kenne. Sie berichtete mir von ihrer Forschung an einer Krankheit, die zu einer Schädelverformung führt.

Am Freitagmorgen fuhr ich wieder nach Hamburg und hörte wieder spannende Vorträge. Am frühen Nachmittag traf ich Rosemary Wilson und meinen nächsten Gesprächspartner Prof. Redecke von der Universität Lübeck. Rosemary hat mir die Interviews verschafft und hatte überhaupt erst die Idee, dass wir beim User Meeting Interviews aufnehmen könnten. Also habe ich diese großartige Erfahrung ihr zu verdanken.

Mit Professor Redecke sprach ich über eine Stunde über sein Forschungsgebiet die Biochemie und über Wissenschaftskommunikation. Anschließend hatte ich noch ein Interview mit Dr. Sophie Canton, die an komplexen Molekülen forscht, um in Zukunft die Photosynthesen künstlich nachzustellen.

Bei der anschließenden Postersession konnte ich noch in paar Menschen dafür begeistern, mir ihre Poster zu erklären. Dabei durfte ich sie sogar aufnehmen.

Alle Interviews, die ich an diesen Tagen geführt habe, könnt ihr demnächst nachhören.

Liebe Grüße,

Jeanette


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